Grußworte

Minister Herbert Reul

Minister Herbert Reul

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

das Logo der Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen, das Herz, ist sehr gut und passend gewählt. Denn die Polizeistiftung wird von Menschen getragen, die mit ganzem Herzen dabei sind, die das Herz am rechten Flecken tragen:

Vom Vorstand, der diese wichtige Tätigkeit ehrenamtlich ausübt und die Stiftung in alle Teile NRWs trägt. Von den Freunden und Unterstützern im ganzen Land, die ein Wirken der Stiftung vor Ort ermöglichen und diesem Thema den Raum geben, den es verdient. Und natürlich auch von den Spenderinnen und Spendern, die durch ihre Zuwendungen dafür sorgen, dass die Polizeistiftung Gutes tun kann.

Ihnen allen gebührt Respekt, Dank und Anerkennung – all das will ich mit diesem Gruß in aller Herzlichkeit ausdrücken.

Die Polizeistiftung gibt es in unserem Bundesland seit mehr als 20 Jahren. Einerseits ist das ein toller Erfolg, auf den die Stiftungsgründer und -unterstützer zu Recht stolz sein können. Andererseits ist der Umstand, dass es sie überhaupt geben muss, alles andere als erfreulich. Aktuell ist die Arbeit der Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen wichtiger denn je.
Wir erleben immer häufiger, dass Polizistinnen und Polizisten im Einsatz Gewalt erfahren. Die Haltung in dieser Frage ist eindeutig: Gewalt gegen diejenigen, die den Rechtsstaat vertreten und das Gewaltmonopol innehaben, ist durch nichts zur rechtfertigen. Hier ist der Rechtsstaat gefragt, klare Kante zu zeigen gegenüber denjenigen, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.

Das tägliche Erleben reicht von verbaler Gewalt in Form von Beleidigungen und Beschimpfungen, über ekelhaftes Bespucken bis hin zu Handgreiflichkeiten und feigen Wurf-Attacken. Der Hass und die Gewalt nehmen immer mehr zu, und damit auch die Verletzungen, die Beamtinnen und Beamte im Einsatz erleiden. Die körperlichen Schäden sind dabei offensichtlicher und erkennbarer als die psychischen Folgen. Es ist eine Entwicklung, die uns alle nachdenklich stimmen sollte.

Die Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen bietet aktiv Hilfe dort an, wo sie gebraucht wird. Bei verletzten und traumatisierten Beamtinnen und Beamten oder auch in deren Familien. Unbürokratisch, empathisch und vertraulich.
Sie alle können dabei mithelfen, die Arbeit des Teams zu erleichtern. Jede Spende ist willkommen und hilft dabei, die gemeinnützige Arbeit der Polizeistiftung Nordrhein-Westfalen zu unterstützen.
Die Arbeit der Polizeibeamtinnen und -beamten ist mit die Wichtigste in diesem Land. Diese Menschen geben jeden Tag viel, damit wir alle in größtmöglicher Sicherheit leben können. Helfen Sie mit, ein bisschen zurückzugeben.

Herbert Reul
Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Grußwort des MdL Edgar Moron, Gründungsmitglied der Polizeistiftung NRW

moronDie am 17. Juni 1997 gegründete private nordrhein-westfälische Polizeistiftung hat sich zum Ziel gesetzt, den Beamtinnen und Beamten sowie deren Familien in besonderen Notsituationen durch außergewöhnliche Zuwendungen zu helfen.

Die Polizei ist für den demokratischen Rechtsstaat und zur Sicherung des inneren Friedens unverzichtbar. Sie gewährleistet die innere Sicherheit und schützt damit zugleich die Freiheitssphäre der Bürgerinnen und Bürger. Diese Aufgabe erfordert von den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten den Einsatz der ganzen Person. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden seit Kriegsende über 100 Polizeibeamte von Rechtsbrechern getötet. Andere wurden bei Dienstunfällen tödlich verletzt oder so schwer geschädigt, dass sie aus dem Dienst ausscheiden mussten.

Die am 17. Juni 1997 gegründete private nordrhein-westfälische Polizeistiftung hat sich zum Ziel gesetzt, den Beamtinnen und Beamten sowie deren Familien in besonderen Notsituationen durch außergewöhnliche Zuwendungen zu helfen. Kuraufenthalte können den Beamten helfen, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Um auch den Familien zu helfen, können sie beispielsweise durch eine Haus-haltshilfe entlastet werden. Kommt der Beamte ums Leben, kümmert sich die Stiftung durch einmalige oder dauerhafte Zahlungen um die Hinterbliebenen. Unabhängig von der privaten Stiftung ist und bleibt es aber die Pflicht des Landes als Dienstherr dafür zu sorgen, dass der Lebensunterhalt und die Versorgung von im Dienst verunglückten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten und ihrer Familien gesichert ist.

Die Einrichtung der NRW Polizeistiftung ist Ausdruck des besonderen Dankes und der Anerkennung des Landes für seine Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Die zahlreichen Benefiz-Veranstaltungen oder Spendenaufrufe zugunsten der Stiftung zeigen überdies die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Polizei.

Kein Polizeibeamter und keine Polizeibeamtin soll in Ausübung ihres Dienstes zu Schaden kommen. Ist dies dennoch der Fall, hilft die Polizeistiftung schnell und unbürokratisch und zwar dort, wo es am nötigsten ist.

Edgar Moron

 

Grußwort Klaus Lennartz, Gründungsmitglied der Polizeistiftung NRW

lennartzDie Polizeistiftung bietet den Polizistinnen und Polizisten, die infolge ihrer Dienstausübung dienstunfähig geworden sind oder erhebliche gesundheitliche Nachteile erlitten haben, nicht nur materielle Unterstützung.

Weltweit hören wir es täglich in den Nachrichten und können es bestätigen: Die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden wird maßgeblich durch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger mitbestimmt.

Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten ist die Grundlage für die Vermittlung dieser lebenswichtigen Empfindung und Garant für das Funktionieren einer Demokratie.

Unsere Polizei leistet mit Ihrer Arbeit hierzu einen wertvollen Beitrag. Wir sind stolz darauf und erkennen dankbar diese großartige Leistung an, die unsere Polizei erbringt.

Aber Polizist sein – das heißt: Harte Arbeit leisten, Tag und Nacht bereit sein, viele persönliche Opfer bringen und ein hohes Risiko tragen.

„In Sicherheit leben“ das wollen die Bürgerinnen und Bürger – das wollen aber auch die Polizistinnen und Polizisten und ihre Familien.

Doch der tägliche Einsatz unserer Polizeikräfte ist mit großen Gefahren für Leib und Seele verbunden nicht selten dient die Polizei leider einigen Menschen als Ventil für die Gewalt in unserer Gesellschaft.

Hier setzt die Arbeit der Nordrhein-Westfälischen Polizei-Stiftung an: Sie bietet den Polizistinnen und Polizisten, die infolge ihrer Dienstausübung dienstunfähig geworden sind oder erhebliche gesundheitliche Nachteile erlitten haben, nicht nur materielle Unterstützung. Auch die Familienmitglieder werden nicht vergessen.

Diese Aufgabe verdient Anerkennung und Nachahmung und ich wünsche mir, dass auch andere Bundesländer diesem positiven Beispiel der Polizei-Stiftung folgen werden.

Klaus Lennartz