Aktuelles

Hier können Sie sich den Flyer der Polizeistiftung herunterladen

DiethelmSalomon u. Innenminister HerbertReul

DiethelmSalomon u. Innenminister HerbertReul

31.03.2020 – Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl

Fast 19 Jahre im Einsatz für die Interessen unserer Polizeibeschäftigten.

In all diesen Jahren durfte ich mitgestalten, helfen und unterstützen, im Polizei-Hauptpersonalrat und in der Polizeistiftung NRW.

Ziele erkennen, beharrlich verfolgen und sie umzusetzen in greifbare Ergebnisse, war mir vergönnt. Mit den richtigen Menschen an meiner Seite, ohne die alles nichts gewesen wäre.

Ich blicke zurück auf die Gestaltung der zentralen Gedenkstätte Der Wächter für die im Dienst Verletzten und Getöteten.

Auf die Idee einer Erholungsstätte für die Kolleginnen und Kollegen, denen es im Dienst  mal nicht so gut ergangen ist. Herausgekommen ist in einer gemeinsamen Kraftanstrengung das Alte Forsthaus, das Haus für alle Beschäftigten in der Polizei unseres Landes, das seinesgleichen sucht.

Doch das wichtigste war mir immer die Unterstützung und der direkte Kontakt zu denjenigen, die schwer von dienstlichen Erlebnissen getroffen waren.

Mich um sie zu kümmern und sie wertzuschätzen.

Zufrieden macht es mich deshalb, auf der Zielgeraden zusammen mit Erika Ullmann-Biller, eine landesweite Arbeitsgruppe angestoßen zu haben mit dem Auftrag, wie die Polizei künftig mit den solchermaßen Betroffenen besser umgeht.

Aufhören, wenn es am schönsten ist, so sagt man. Es war oftmals anstrengend, aber zumeist schön.

Vielleicht bleibt ein Stück von mir mit dem Alten Forsthaus und dem Wächter in der Polizei erhalten.

Dank an alle, die mir zur Seite gestanden haben. Dank an die Verantwortlichen im Ministerium und beim LAFP für ihre Unterstützung.

Ich verabschiede mich mit einem sehr guten Gefühl.

Tschüss, Ihr und euer

Diethelm Salomon


Kay Wegermann

Kay Wegermann

  31.03.2020 – Time to say goodbye

Nach 66 Monaten verlasse ich nunmehr den Vorstand der Polizeistiftung NRW. Als Nachfolger von Wilfried Albishausen übernahm ich dieses Ehrenamt mit Stolz und entsprechendem Enthusiasmus am 01.10.2014. Die zuvor bereits im August 2014 erfolgte einstimmige Wahl durch den hierfür zuständigen PHPR stärkten mich in meinem Bestreben, die herausragenden Stiftungsziele weiter voranzutreiben und ich war dankbar, bereits geraume Zeit vorher als “hospitierender Gast“ an der einen oder anderen Stiftungssitzung teilnehmen zu dürfen.

Neben Beschlussfassungen zur leider kontinuierlich zunehmenden “Unzahl“ von gewaltbedingten Unterstützungsfällen, die wir im Stiftungsvorstand in den letzten fünfeinhalb Jahren zu behandeln hatten, ergab sich meine Hauptaufgabe in der Begleitung des Umbaus “meines Stiftungsbabys“, also unserer Erholungseinrichtung “Altes Forsthaus“ im oberbergischen Waldbröl.

Nach der im Januar 2015 erfolgten Besichtigung der DPolG-Stiftungshäuser im bayrischen Lenggries, in denen wir unseren körperlich und/oder seelisch verletzten Kollegen/-innen letztlich bis ins Jahr 2019 Erholungsmöglichkeiten schaffen konnten, beschlossen wir als Polizeistiftung NRW im Frühjahr 2015 einstimmig, uns um ein eigenes Refugium in unserem Bundesland zu bemühen.

Die sich anschließende Objektsuche sowie die langwierigen Verhandlungen, leider aber auch Verwirrungen, mit dem BLB NRW und die mannigfaltig guten politischen Gespräche bis zur Übernahme der “Villa Waldesruh“ im Herbst 2017 werde ich nicht vergessen. Insbesondere aber hat sich die danach gut eineinhalb Jahre dauernde Umbau- und Renovierungsphase unseres Erholungs-Schlösschens bis zur offiziellen Einweihung am 03.06.2019 in mein Gehirn eingebrannt. Hierbei danke ich allen Handwerkern unter der Generalbauleitung der Fa. Casa Massivhaus GmbH von Achim Zielenbach für ihr unnachahmliches Engagement.

Auch danke ich allen Gönnern, Unterstützern und Spendern sowie politischen und ministeriellen Verantwortlichen, ohne die die Arbeit unserer Stiftung zum Wohle der verletzten und/oder traumatisierten Polizeibediensteten nicht möglich wäre.

Insbesondere aber danke ich meinen Vorstandsmitgliedern unter (ehemaliger) Leitung von Diethelm Salomon für die vielfältig gelebte Freundschaft sowie die einmütige und übergewerkschaftliche Eintracht in allen Stiftungsentscheidungen. Ich hoffe, in diesem Team einen ganz kleinen Teil zum Erfolg unserer Stiftungsziele beigetragen haben zu können.

Abschließend wünsche ich Rainer Axer und seinem zunehmend neuen Vorstand für die Zukunft genau diese Einmütigkeit und möglichst wenig Arbeit; der Glaube an Letzteres fehlt mir allerdings ob der zunehmenden Gewalt gegen unsere Kollegen/        -innen. Aber Kopf hoch, denn gemeinsam seid und bleibt ihr stark!

And now it’s time to say goodbye … doch im Herzen bleibe ich immer!!!

Kay Wegermann


Bundespräsident ehrt Diethelm Salomon für sein besonderes Engagement.

Diethelm Salomon (Mitte) mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frau

Diethelm Salomon (Mitte) mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frau Elke Büdenbender

Am 9. Januar 2020 begrüßten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beim alljährlichen Neujahrsempfang im Berliner Schloss Bellevue rund 70 Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, sowie Repräsentanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Einer derjenigen war in diesem Jahr Diethelm Salomon, langjähriger Vorsitzender der Polizeistiftung NRW, die sich für die Interessen der im Dienst verletzten Polizistinnen und Polizisten einsetzt.

Mit der Einladung danken der Bundespräsident und Elke Büdenbender den Gästen für ihr Engagement.

Zu diesem feierlichen Anlass übergab Diethelm Salomon ein Geschenk im Namen der Stiftung. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen hatte Diethelm Salomon die besondere Ehre, am Tisch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Platz nehmen zu dürfen. Dadurch ergab sich die Gelegenheit, die Polizeistiftung näher darzustellen und die zunehmende Gewaltbereitschaft gegen seine Kolleginnen und Kollegen als Repräsentanten des Staates zu erläutern. Er lud den Bundespräsidenten und seine Frau ein, das Stiftungshaus „Altes Forsthaus“ in Waldbröl zu besuchen.

Am Rande der Veranstaltung begrüßte der stellvertretende Ministerpräsident und Familienminister aus NRW, Dr. Joachim Stamp, die anwesenden Gäste aus seinem Bundesland und informierte sich eingehend über die jeweiligen Aktivitäten. Auch er informierte sich weitreichend über die Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber den Polizeibeschäftigten und Rettungskräften.

Wir sagen – Diethelm, das hast du eindeutig verdient.


Der Vorsitzende Diethelm Salomon übergibt Staffelstab an Rainer Axer, neuer Vorsitzender der Polizeistiftung NRW

Diethelm Salomon, Polizeistiftung NRW
im Auftrag des IM NRW, Foto:
Jochen Tack

Seit 01.01.2020 ist Diethelm Salomon nicht mehr Vorsitzender der Polizeistiftung NRW. Nicht weil er nicht mehr wollte, sondern weil er mit Ende des Monats März in seinen wohlverdienten Ruhestand geht. Zum 01.01.2020 hat er sein Amt als Vorsitzender der Stiftung niedergelegt und den Staffelstab an Rainer Axer übergeben.

Lieber Diethelm, wir wünschen Dir für Deinen wohl verdienten Ruhestand alles alles Liebe und Gute. Du warst uns stets ein treuer, hilfsbereiter und geschätzter Kollege und vor allem ein guter Freund. Deine herzliche Art sowie Deinen Humor, aber auch dein konsequentes Handeln, deine Unermüdlichkeit betroffenen Kollegen und Kolleginnen jedwede Unterstützung zukommen zu lassen, hinterlässt große Spuren. Wir werden dich sehr vermissen. Du hast mit deiner Arbeit die Polizeistiftung wesentlich geprägt und zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution gemacht.

Wir sagen Danke für all dein Tun. Bei uns bleibt ein Stück Wehmut, aber auch die Gewissheit, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren. Genieße die schönen Jahre, die noch vor Dir liegen und lass’ es Dir so richtig gut gehen.

Das wünschen Dir von ganzem Herzen

Der Vorstand

Wenn in die Bewegung unserer Tage Ruhe einkehrt, enthüllen sich die Geheimnisse des Lebens.
(aus China)


Logo Polizeistiftung

Logo Polizeistiftung

27.11.2019 – Wenn Einsätze tiefe Spuren hinterlassen
Nach der Einweihung unseres Alten Forsthauses, bat uns die RTL-Redaktion der Sendung SternTV um Unterstützung.
Eine Kollegin und ein Kollege, die von uns aufgrund ihrer dienstlichen Erlebnisse Zuwendungen erhalten hatten, erhielten die Gelegenheit, in der Sendung SternTV zu berichten.
Wie wir glauben, eine sehr gute Darstellung und eine große Leistung der beteiligten Kollegin und der beiden Kollegen.
Sie haben mit ihren Beiträgen Polizeibeschäftigte menschlich werden lassen.
Die Sendung kann unter folgendem Link angeschaut werden:


Foto: Dance Company und Minister Reul

Foto: Dance Company und Minister Reul

08.11. 2019 Blues Brothers voller Erfolg im Sommertheater Detmold

Beginnen wir mit dem Ende.

Nach ihrem wohlverdienten Applaus und den stehenden Ovationen baten die Akteure der Dance Company Innenminister Herbert Reul auf die Bühne und ernannten ihn mittels Urkunde zu ihrem Ehrenmitglied. Dabei lobte deren Vorsitzender Peter Keil den höchsten Chef der nordrhein-westfälischen Polizei als den Innenminister, der das Engagement des Ensembles mit seiner wiederholten Anwesenheit und spürbaren Wertschätzung honorierte.

Eingeleitet wurde die Premierenaufführung des Kultstücks über die beiden Blues-Brüder Jake und Elwood, die im „Auftrag des Herrn“ Geld für ein Waisenhaus sammeln und dabei ungewöhnliche Wege gehen, durch einen Redebeitrag eben jenes Innenministers.

Dabei brachte er seine Achtung für die künstlerische Leistung des Ensembles, bestehend aus Polizeibeschäftigten, Lehrerinnen, Krankenschwestern, Schülerinnen und auch den guten Feen und Männern im Hintergrund zum Ausdruck.

Herbert Reul hob die erhebliche finanzielle Unterstützung der Polizeistiftungen von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg durch die Dance Company hervor und bedankte sich für diese guten Taten, die die Unterstützung für im Dienst verletzte Polizeibeamtinnen und -beamte erst möglich mache.

Ein wunderbarer Abend durch die äußerst gelungene Darstellung eines ungewöhnlichen Musicals und die anschließende Feier im „kleinen“ Kreis führten Diethelm Salomon, dem Vorsitzenden der Polizeistiftung NRW mal wieder vor Augen, wie vielfältig und bunt die Polizei doch ist. Talente, die sich ehrenamtlich weit über ihre dienstlichen Aufgabenverpflichtungen hinaus für die öffentlichkeitswirksame Darstellung ihrer Polizei einsetzen.

Die Benefiz-Gala in Bad Dürrheim ist wieder ein phänonemaler Erfolg

Der Auftritt der Dance Company NRW mit dem Musical Blues Brothers reißt in Bad Dürrheim unwiderstehlich das Publikum mit.

Foto: Psychosoziale Unterstützungsteam, Rainer Axer, Diethelm Salomon

Foto: Psychosoziale Unterstützungsteam, Rainer Axer, Diethelm Salomon

November 2019- PSU-Team zu Besuch im Alten Forsthaus

Das Team für die psychosoziale Unterstützung der Polizei in NRW, kurz PSU-Team, war zu Gast in den Räumen unseres Stiftungshauses in Waldbröl.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von den beiden Vorstandskollegen der Polizeistiftung – Diethelm Salomon und Rainer Axer.

Es ging darum, Schnittmengen beider Organisationen und gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten zum Wohle der von Gewalt und Verletzungen betroffenen Kolleginnen und Kollegen heraus zu arbeiten.

Das PSU-Team besteht aus erfahrenen Führungskräften und Ärzten in der Polizei und ist als eine Art Betreuungsteam nach besonders belastenden Ereignissen zu verstehen, das unmittelbare Hilfeleistungen für die Betroffenen bietet.


Bild: Klaus Lennartz

Bild: Klaus Lennartz

Stiftungsgründer Klaus Lennartz verstorben

Klaus Lennartz, einer der beiden Gründer unserer Polizeistiftung NRW ist am 05. November 2019 plötzlich und unerwartet gestorben.

Zusammen mit Edgar Moron hob er die Polizeistiftung 1997 aus der Taufe. Damit schufen sie die Basis für unsere erfolgreiche Arbeit zum Wohle der im Dienst verletzten Kolleginnen und Kollegen.

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Landrat des Rhein-Erft-Kreises war bis zu seinem Tod aktiv in der Politik und als Ratgeber unserer Stiftung tätig.

Klaus Lennartz wird für immer einen besonderen Platz in unserer Stiftung einnehmen.

Wir wünschen den Angehörigen viel Kraft und Hoffnung in diesen schweren Tagen.


Foto: Rainer Axer

Foto: Rainer Axer

Rainer Axer neues Mitglied im Stiftungsvorstand

In seiner Sitzung hat der Polizei-Hauptpersonalrat Rainer Axer als neues Mitglied im Vorstand unserer Stiftung gewählt.

Dieser Schritt wurde erforderlich, nachdem Markus Robert seinen Rücktritt wegen Aufgabenverdichtung in seiner dienstlichen Funktion aus dem Stiftungsvorstand erklären musste.

Da damit auch die Stelle des stellvertretenden Vorsitzenden vakant wurde, hat der Vorstand in seiner Klausurtagung am 29.10.2019 Rainer Axer als neuen Stellvertreter bestimmt.

Wir begrüßen Rainer Axer ganz herzlich in unserem Vorstand.

Markus Robert wünschen wir für seine zukünftigen Ziele viel Glück und Erfolg. Für seine immerwährende kollegiale Zusammenarbeit und sein engagiertes Eintreten für die Stiftungsbelange sagen wir Dank und Anerkennung.

Foto: Markus Robert

Foto: Markus Robert

Markus Robert aus dem Vorstand verabschiedet

Nicht der Ruhestand ist Anlass für das Ausscheiden von Markus Robert aus dem Stiftungsvorstand, sondern eher das Gegenteil. Markus will sich Freiraum schaffen für seine zunehmenden Aufgaben und künftigen Ziele.

Dafür haben wir Verständnis, verabschieden ihn aber trotzdem schweren Herzens.

Sein langjähriges Engagement für die Stiftung, seine Ideen und seine ausgleichende Art werden uns fehlen.

Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine dienstliche Zukunft.


Bild: v.l.n.r. Markus Robert, Olaf Bach, Rainer Axer,Diethelm Salomon

Bild: v.l.n.r. Markus Robert, Olaf Bach, Rainer Axer,Diethelm Salomon

05. Oktober 2019 Offene Türen bei der Polizei Gummersbach

Am Samstag, 05. Oktober 2019 fand bei der Polizei in Gummersbach der Tag der offenen Türen statt – und die Polizeistiftung war dabei.

Mit dem amerikanischen Streifenwagen des Stiftungsunterstützers Olaf Bach als Eyecatcher machten wir auf unseren eigenen Stand aufmerksam.

Das Wetter hatte an diesem Tag ein Einsehen und machte mal eine Pause von den verregneten Tagen zuvor und auch danach. Kühl, aber sonnig und trocken zog es viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Bergischen Land zu ihrer Polizei.

An unserem Stand gab es zahlreiche nette Begegnungen und Gespräche, während wir die Gäste mit Kaffee bedienten und dafür zumeist mit einer kleiner Spende belohnt wurden.

Nach einem arbeitsintensiven Tag waren wir sehr zufrieden und bedanken uns bei der ausrichtenden Polizei aus Gummersbach.


Markus Robert, Maria del Carmen Fernandez Mendez

Danke Carmen und viel Glück!

27.August 2019 – Im Rahmen ihrer Verabschiedung als stellvertretende Abteilungsführerin Wuppertal bat unsere Kollegin PORin Maria del Carmen Fernandez Mendez anstelle von Geschenken um Spenden für die Polizeistiftung NRW. Bei tollem Wetter und in entspannter Atmosphäre auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei Wuppertal zeigten sich die Spenderinnen und Spender sehr großzügig, so dass der stellv. Vorsitzende der Polizeistiftung NRW Markus Robert letztlich 528,80 Euro entgegennehmen konnte.

Wir danken Carmen für die tolle Idee, die Stiftung in ihre Abschiedsfeier mit einzubinden und wünschen ihr für ihren weiteren Werdegang alle Gute.


Der Wächter

Der Wächter

Die Gewaltspirale dreht sich weiter

August/September 2019   Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger werden es schon lange den Medien entnommen haben: Die Gewalt gegen unsere Kolleginnen und Kollegen in Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeiten hat erneut zugenommen.

Als Polizeistiftung in der Betreuung und Unterstützung von verletzten oder traumatisierten Polizeibeamtinnen und -beamten tätig, vermerken wir eine Steigerung unserer notwendigen Hilfsangebote.

Nicht neu, aber deutlich zunehmend sind gewalttätige Angriffe aus scheinbar banalen Gründen. Anlässe, die in der Vergangenheit keine Gefahr der eingesetzten Polizeikräfte bedeuteten, werden mittlerweile genutzt, um massiv gegen die Polizei und somit gegen den Staat vorzugehen.

Neue Erscheinungsformen sind seit Jahren ansteigend der Einsatz von Hieb- und Stichwaffen, Angriffe aus großen Gruppen heraus und von völlig unbeteiligten Personen, die mit dem ursprünglichen Einschreiten der Polizei nicht im Zusammenhang zu bringen sind.

Nicht nur die Quantität der Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte nimmt zu, sondern insbesondere die Qualität. Mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen.

Angriff auf Polizisten in deren Freizeit

Eine bisher unbekannte Dimension stellt die Attacke einer Personengruppe auf unsere Kollegen in deren Freizeit in Hamm dar. Es ist unerträglich, sollten dienstliche Ereignisse in die Freizeit von Polizeibeamtinnen und -beamten hineinwirken. Der Sprung zu einer Gefährdung der Familien von Polizeibeamtinnen und -beamte ist dann nicht mehr weit; ein Alptraum für die Rechtsstaatlichkeit und mit gravierenden Auswirkungen auf den Staat und die Demokratie.


Der Wächter

Der Wächter

Optimierte Betreuung von Gewaltopfern in der Polizei NRW

August 2019: Die Polizeistiftung macht sich seit Jahren stark für eine verbesserte Betreuung von Polizeibeamtinnen und -beamten, die im Dienst verletzt oder traumatisiert werden.

Auch wenn die anschließenden Verfahrensabläufe durch Gesetze und Verordnungen beschrieben und überwiegend zufriedenstellend angewandt werden, gibt es gravierende Fälle, in denen unsere Kolleginnen und Kollegen neben den gesundheitlichen Auswirkungen auch mit den Folgen internen Versagens zu kämpfen haben.

Die Polizeistiftung hat schwerwiegende Fälle der jüngsten Vergangenheit zum Anlass genommen, als Betreuer und Fürsprecher der betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die Politik und die Polizeiführung zu sensibilisieren.

Aktivitäten in den Reihen der Entscheidungsträger sind erkennbar und erste Rückmeldungen lassen auf eine strukturelle Vereinheitlichung der Verfahrensabläufe zugunsten der Betroffenen hoffen.

Die Polizeistiftung wird ihre langjährigen Erfahrungen und ihr Wissen einbringen und die Prozesse begleiten.

Und an entscheidenden Punkten ihren Finger heben.


Anatol Herzfeld

Anatol Herzfeld

„Trauer um Anatol Herzfeld“

Anatol Herzfeld, unser ehemaliger Kollege, Beuys-Schüler und Schaffer des „Wächters“ ist am vergangenen Freitagabend, 10. Mai 2019, nach kurzer Krankheit im Alter von 88 Jahren verstorben.

Der Wächter, zusammen mit den fünf Granitfindlingen mit Ritzzeichnungen, die das Leben von Anatol darstellen, ist die Gedenkstätte zu Ehren der im Dienst getöteten und verletzten Kolleginnen und Kollegen der Polizei in NRW.

2010 und 2011 hatte die Polizeistiftung intensivsten Kontakt zu Anatol durch die Auftragsvergabe an ihn zur Erstellung einer Erinnerungsstätte.

2011 wurde der Wächter dem Land von der Polizeistiftung übergeben.

Der Wächter in Selm-Bork ist seitdem alljährliche Ausrichtungsstätte einer Gedenkfeier.

Die Polizeistiftung und die gesamte Polizei in Nordrhein-Westfalen verliert mit Anatol Herzfeld einen herausragenden Kollegen und Künstler. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Wir werden Anatol nicht vergessen.“